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José Saramago – Die Trilogie der menschlichen Zustände

»Ich bin kein Pessimist, sondern bloß ein gut informierter Optimist« (José Saramago, 1922 bis 2010) In meiner Bachelorarbeit habe ich die drei Romane »Die Stadt der Blinden«, »Alle Namen« und »Das Zentrum« von José Saramago – bekannt auch als die »Trilogie der menschlichen Zustände« – neu gestaltet. Ich wollte damit den bedeutenden portugiesischen Autor ehren, der im Juni 2010 gestorben ist. Trotz politischer Konflikte war Saramago immer sehr eng mit seinem Heimatland Portugal verbunden. Ich habe in meiner Gestaltung versucht, eine zeitgenössische Gestaltung zu entwickeln, die portugiesische Elemente aufnimmt und sie verwandelt. So habe ich beispielsweise die typischen Zierkacheln, die sich sowohl an Hausfassaden als auch auf Gehwegen finden lassen, in abstrakte Zeichen übersetzt, die nun, als Muster angeordnet, den jeweiligen Titel der Bücher bilden.
Autor: Ada Grull
BetreuerIn: Prof.in Annette Stahmer, Prof. André Heers
Fach: Typografie und Gestaltung
Semester: WS 2010/11

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Der Zauberberg - Eine typografische Inszenierung der Zeit

In meiner Arbeit setze ich mich mit der Wahrnehmung von Zeit auseinander. Anhand des Romans »Der Zauberberg« von Thomas Mann, in dem die Zeitthematik eine besondere Rolle spielt, versuche ich, dieses subjektive Empfinden zu visualisieren, es typografisch zum Ausdruck zu bringen. Die Zeitwahrnehmung des Protagonisten soll dadurch auf den Leser übertragen und für diesen direkt erfahrbar gemacht werden.
Autor: Geela Eden
BetreuerIn: Prof.in Annette Stahmer, Prof. André Heers
Fach: Typografie und Gestaltung
Semester: WS 2010/11

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Erinnerungsprotokolle

Meine Abschlussarbeit beschäftigt sich mit Funktionsweisen und Metaphern des menschlichen Gedächtnisses. Dies geschieht einerseits als wissenschaftliche Arbeit in Form eines Vergleiches von zeitgenössischen digitalen Metaphern mit der Palimpsest-Metapher; sowie andererseits als gestalterische Arbeit in Form einer Dokumentation der Sichtung und Bestandsaufnahme des privaten Archives meiner Großmutter und den damit verknüpften Erinnerungen. Aufbau und Form der Arbeit leiten sich ab aus der Form des Archives selbst, das sich als Ansammlung von Zeitdokumenten verschiedenster Art und Herkunft, gelagert in zahlreichen Schubladen alter Möbelstücke, präsentiert. Pro Sichtungs-Sitzung wurde der Inhalt einer dieser Schublade photographiert und nummeriert. Zu den einzelnen Fundstücken wurden anschließend zweimal – im Abstand von einem Monat – die jeweiligen Erinnerungen als Tonaufnahme festgehalten und anschließend verschriftlicht. Das so gewonnene Textmaterial bildet die Grundlage der Texthefte, welche in der Gegenüberstellung von zwei Erinnerungen zu jeweils einem Gegenstand ein wichtiges Charakteristikum des Palimpsestes (die ›Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen‹) und folglich auch des Gedächtnisses und seiner Funktionsweisen an sich (z.B. Prozesshaftigkeit, Rekursivität) widerspiegeln.
Autor: Hagen Verleger
BetreuerIn: Prof.in Annette Stahmer, Prof. André Heers
Fach: Typografie und Gestaltung
Semester: SS 2010

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Verschwimmt - Eine typografische Rauminstallation

»Verschwimmt« befasst sich mit einem leeren Schwimmbad, dem Lessingbad in Kiel, dessen Betrieb 2008 eingestellt wurde. Das leere Becken, die stummen Fliesen werden mit sprachlichen Fragmenten bespielt, die vom Betrachter entdeckt und entziffert werden müssen. Diese Fragmente erzählen, wie es sich anfühlt, im Schwimmbad zu sein. Das Chlorwasser, das im Auge brennt, das Gefühl, frierend am Beckenrand zu stehen, der kurze schwerelose Moment zwischen Absprung und Eintauchen ins Wasser oder das hallende Rauschen in der Schwimmhalle ... Die Installation experimentiert mit der räumlichen Wahrnehmung. Durch perspektivische Verzerrungen und Zerstückelungen werden Schriftelemente von präzise definierten Standpunkten aus lesbar. Der Betrachter wird damit aufgefordert, den Raum aktiv wahrzunehmen und seine Wahrnehmung zu reflektieren. Das Verhältnis von Schrift und Raum wird untersucht. Was passiert mit der Schrift, wenn sie um eine räumliche Ebene erweitert wird?
Autor: Lukas von Bülow
BetreuerIn: Prof.in Annette Stahmer, Prof. André Heers
Fach: Typografie und Gestaltung
Semester: WS 2010/11

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Digitale Medien im analogen Druckverfahren

In meiner Bachelor-arbeit habe ich das digitale Medium Twitter mit dem analogen Medium Bleisatz konfrontiert, indem ich Twitterseiten im Bleisatz nachgesetzt habe. Dabei habe ich mit einem Screenshot der Twitterseite begonnen und damit einen beliebigen Moment auf der sich konstant ändernden, virtuellen Plattform festgehalten. Ich habe dann versucht, den Screenshot möglichst originalgetreu mit den vorhandenen Möglichkeiten des Bleisatzes abzusetzen. Dieser Prozess hat mehrere Tage gedauert. Daraufhin habe ich einen weiteren Screenshot gemacht, ihn wiederum nachgestellt, etc. So entstand eine Reihe von ›gedruckten Internetseiten‹, deren Ästhetik und Sprachgebrauch in einem auffälligen Kontrast zu dem verwendeten Druckverfahren, dem Bleisatz, stehen. Ziel meiner Arbeit war, den Aspekt der ›Zeit‹ im Vergleich von analogen und virtuellen Medien zu beleuchten. Zwei Begleithefte ermöglichten während der Präsentation einen tieferen Einstieg in den Entstehungsprozess und in meine theoretische Auseinandersetzung mit Twitter und analogen Druckverfahren.
Autor: Simone Hodemacher
BetreuerIn: Prof.in Annette Stahmer, Prof. André Heers
Fach: Typografie und Gestaltung
Semester: WS 2010/11

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