Die Muthesius Kunsthochschule (MKH) verfolgt eine konsequente Strategie der Vernetzung mit Hochschulen und Institutionen im europäischen Raum. Seither konnte sowohl die Zahl der Outgoings als auch die der Incomings an der MKH erhöht werden; Kooperationsprojekte mit Hochschulen im Ausland nahmen zu. Weitere interdisziplinäre Kooperationen sind vereinbart und werden in den kommenden Jahren zum Tragen kommen.
Alle Studiengänge wurden auf den Abschluss Bachelor of Arts umgestellt, im WS 2008/09 werden weiterführende Masterstudiengänge folgen. Um eine größtmögliche Mobilität zu garantieren, wurde das ECTS eingeführt. Die MKH rechnet mit weiter zunehmenden Austauschaktivitäten im europäischen Raum und wird diese auch zukünftig gezielt fördern.
Ein weiterer Aspekt der Internationalisierung ist der Ausbau der Dozentenmobilität: Nach einem erfolgreichen Kooperationsprojekt mit der Hochschule in Brest soll die Zusammenarbeit intensiviert werden. Weitere Zusammenarbeit bzw. Austausch von Dozenten und Lehre wird zukünftig mit Hochschulen in Kopenhagen, Linz, Nantes, London, Gdansk/Gdynia/Zoppot, Basel, Zürich, New York und Melbourne stattfinden. Die Lehrendenmobilität hat eine starke Auswirkung auf die Bereitschaft der Studierenden eine eigene Mobilität zu entwickeln.
Seit 2006 ist die MKH Mitglied im ELIA Netzwerk, in dem verschiedene thematische Netzwerke organisiert sind. Hier sieht die Hochschule die Möglichkeit, sich auch als Studieneinrichtung mit vergleichsweise wenigen Studierenden an vielfältigen Netzwerken unterschiedlicher Zielsetzung beteiligen zu können.
Ein offener Kontakt zum skandinavischen Netzwerk KUNO wird im Jahr 2007 vor allem vom Bereich Freie Kunst der MKH aufgebaut. Als assoziiertes Mitglied wird sich die MKH gezielt an multilateralen Projekten innerhalb des skandinavischen Hochschulraums beteiligen.
Der Bereich Raumstrategien ist Mitinitiator eines neuen Netzwerkes, das sich mit Fragen von Raumkonzeptionen befasst. Beteiligt werden Lehrende und Studierende verschiedener europäischer Hochschulen sein (Kiel, Linz, Berlin, Brest, Wien, Basel etc.).
Alle Erasmus-Aktivitäten und das EPS werden auf der Internetseite und im Vorlesungsverzeichnis der MKH prominent dargestellt. Zum Semesterbeginn findet hochschulöffentlich eine Informationsveranstaltung statt, um den Studierenden das Erasmus-Programm näher zu bringen. Die Pressestelle der Hochschule wird für die bestmögliche Bekanntmachung von Erasmus-Aktivitäten innerhalb und außerhalb der Hochschule Sorge tragen.
Die MKH ist Vorreiter bezüglich des hohen Frauenanteils sowohl bei Studierenden als auch Lehrenden und Mitarbeitern in der Bundesrepublik. Des Weiteren unterstützt die Hochschule gezielt wissenschaftliche Projekte mit ausdrücklichem Gender-Hintergrund oder soziologischer Fragestellung in Bezug auf Design und Raum. Im Rahmen der Bauplanung für den neuen Standort der Hochschule ab 2010 setzt sich die Leitung der MKH konsequent für eine behindertengerechte bauliche Anlage ein.
Ein wesentliches Instrument zur Förderung der Internationalen Kooperation ist die aus Vertretern aller Studiengänge bestehende Arbeitsgruppe „Internationales“. Sie tritt mehrmals während des Semesters zusammen, um Strategien der weiteren Vernetzung und Internationalisierung zu entwickeln und konkret umzusetzen. Hier können auch ganz pragmatisch Fragen zu Erasmus-Stipendiaten wie z.B. zum Learning Agreement direkt und unkompliziert zwischen Auslandsamt und Dozenten geklärt werden, um so einen reibungslosen Ablauf der Studierendenmobilität innerhalb der Muthesius Kunsthochschule zu gewährleisten.
Diese Arbeitsgruppe „Internationales“, eingesetzt zur besseren Abstimmung und Integration von Auslandsaktivitäten in das Lehrgeschehen und den Studienverlauf, ist das effiziente Werkzeug innerhalb der Hochschule zur Entwicklung und Einführung innovativer Ideen und Konzepte zur Internationalisierung.
Das Akademische Auslandsamt der Muthesius Kunsthochschule hat darüber hinaus griffige Informations- und Beratungssysteme entwickelt, die sowohl Studierenden wie auch Lehrenden aktuelle Informationen liefern und intensive Beratung anbieten können. Durch die aktuell beständige Besetzung des Akademischen Auslandsamts und die studentische Unterstützung durch Studierende mit eigener Auslandserfahrung wird das Serviceangebot für Studierende aus dem Ausland und für Gäste der Hochschule intensiviert. Damit werden nicht nur ausgehende Studierende bei ihrem Vorhaben, ein Auslandssemester zu absolvieren, beraten und unterstützt, sondern auch für Incomings gibt es in Kooperation mit den anderen Hochschulen Kiels Unterstützung bei der Wohnungssuche für Studierende, bei der Vermittlung von Sprachkursen und Betreuung während ihres hiesigen Studienaufenthalts sowie bei der Anerkennung von Studienleistungen. Ebenfalls intensive Unterstützung wird dementsprechend auch vorbereitend für Outgoings (z.B. regelmäßiger Englischkurs mit Schwerpunkt auf Fachenglisch im Bereich Kunst und Design) geleistet.
Studentische Praktika sind in den praxisorientierten Studiengängen des Designs ein erwünschter und unterstützter Bestandteil des Studiums. Auch im Bereich Freie Kunst werden sie gefördert. Im Curriculum aller Studiengänge sind explizit Credit Points für Mobilität wie Praktika oder Auslandsemester vorgesehen. Die betreffenden Bereiche stellen im Rahmen von Projekten und Drittmittelvorhaben etc. Kontakte zu Institutionen in Industrie, Kultur und Wirtschaft her und definieren Ablauf, Inhalte und Ziele der Praktika gemeinsam mit diesen Partnern. Der jeweils projektverantwortlich Lehrende stellt durch begleitende Betreuung und anschließende Auswertung der Ergebnisse fest, inwieweit vereinbarte Qualitätsziele und angestrebte Kompetenzen erreicht wurden. Auch durch Studierende selbstverantwortlich angebahnte und organisierte Praktika werden seitens der Hochschule auf gleiche Weise gefördert, begleitet und anerkannt. Die Sicherstellung der Qualitätskontrolle des gesamten Ablaufs von Praktika in die unterschiedlichsten Konstellationen wird durch die Einbeziehung dieser Aktivitäten in die studentische Evaluation gesichert.