Skulptur meint das autonome dreidimensionale Kunstwerk und ist nicht ( obwohl vom Wortstamm naheliegend) durch das skulpturale Verfahren bestimmt. Alle Materialien -von flüchtigem Schaum bis zur bemalten Bronze- sind denkbar. Skulptur kann figurativ, gegenständlich oder abstrakt sein. Maßgeblich ist die Haltung und künstlerische Konzeption, die der Arbeit zugrunde liegen und sich in Ausformung, Material, Größe, Dimension, in der Herstellungsweise- ob von Hand gemacht oder maschinell/ industriell hergestellt -entäußern. Die Skulptur kann relativ unabhängig zum Raum – autonom- bestehen.
Eine Installation ist Kunst im Raum. Räume sind mehr als nur architektonische Hülsen, sie umfassen auch geschichtliche, kulturelle, politische Aspekte oder haben psychologische Auswirkungen. Kunstwerke in der Form von Installationen haben die Möglichkeit, an einen oder mehrere dieser Aspekte anzuknüpfen. Dabei sind visuelle, akustische, zeitliche und auch geruchsspezifische Komponenten möglich. Die Grenzen zu anderen Bereichen werden fließend.
Die Raumkonzeption als eine künstlerische Arbeit rückt Aspekte des Raums, z. B. die Architktur, oder seine Funktion/ Bedeutung ins Zentrum, oder lässt ihn durch die Demontage in der existentiellen und tektonischen Dimension spürbar werden. Der Begriff der Raumkonzeption entstand in der Minimalkunst durch Arbeiten, die in elementaren Untersuchungen die physischen Komponenten des Raums sichtbar und erfahrbar werden ließen.
Die strukturellen Arbeiten dieser Künstlergeneration zu Innen- oder Außenraum, zu Naturraum oder urbanem Raum , zu Form , Material und Handlung definierten eine Haltung der Kunst, die für alle raumrelationalen und skulpturalen Arbeiten auch heute hilfreich und klärend sind.