KUNST / FREIE KUNST
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Freie Kunst

Kunst an sich ist nicht zu lernen bzw. zu lehren. Die künstlerische Praxis beruft sich auf selbstgestellte Forschungsaufgaben, und es gehört gerade zum experimentellen Charakter ihrer Arbeit, die „Sprache“, „Medien“ und Mittel ihres Ausdrucks selber zu suchen und zu finden, zu überprüfen, auszuloten und unter Reflexion zu stellen.

Im hohen Maße ist dazu der Erwerb von Kenntnissen der Theorie und Geschichte der Künste, Medien und Kulturen gefordert. Wie der Wissenschaftler oder der Philosoph muss auch der Künstler umfassend gebildet sein. Das gilt vor allem mit Blick auf die zunehmende Mediatisierung und Verwissenschaftlichung der Gesellschaft, auf die der Künstler mit seinen eigenen Mitteln reagieren muss, was allerdings eine Auseinandersetzung mit den jüngsten wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen voraussetzt.

Das Studium der Freien Kunst vermittelt Techniken und Methoden, aber es besteht nicht aus Anleitungen, sondern aus Versuchen, Vorschlägen, Diskussionen und Hinweisen, die zugleich diskursive Kompetenzen ausbilden, die heute integraler Bestandteil von Kunst selber sind.
Wesentlich gehört dazu die Entfaltung von Wahrnehmung und Sensibilität sowie die umfassende Erforschung von Materialien, die Untersuchung der Leistung und Grenzen verschiedener medialer Verfahren wie Skulptur, Malerei oder Video, Installation und Konzept.
Die Freie Kunst arbeitet eng zusammen mit dem Zentrum für Medien und dem Zentrum für Theorie.