Die jeweiligen Stoffbahnen sind zu einem Objekt zusammengefaltet.
Es ist hier der Stoff, der sich um die Zeichnung, die Radierung wickelt.
Er gibt der Linie, die immer aktiv, spontan ist, einen Körper, wie die Faltung des Barock der Skulptur einen Körper gab.
Der Träger für das Objekt ist die Wand, die Umgebung, der Träger für
die Zeichnung ist der Stoff. Zeichnung wird zur Skulptur und Skulptur lässt
sich von der Wand Einrahmen.
Diese Faltenkissen/Skulpturen werden, sie sind nicht, sie entstehen in einem
Aufbauprozess und sobald sie von der Wand genommen werden, "sterben"
sie und werden wieder zu einem flachen Gegenstand. In diesem Zustand sind sie einfach zu transportieren. Dies ist wichtig, da die einzelnen Stoffbahnen, für mich, als Zeitzeugen fungieren und bei Reisen, Erinnerungen und Ereignisse in ihren eigensten Falten abspeichern und weiter tragen, wie z.B Flecken und Löcher, die ich nicht versuche zu kaschieren. Es ist gleichzusetzen mit einem Notizbuch, das man mit sich führt.
Diese Methode bringt ferner mit sich, das die Arbeit bei jedem Aufbau neu zusammengefaltet wird und nie die selbe ist diesbezüglich ändere ich bei jedem neuem Aufbau auch den Titel der Arbeit. Mit der Zeit kommen neue Stoffe und Papiere hinzu, sowie Wandmalereien und/oder Zeichnungen.
Das beständige wachsen des Objektes steht als Parabel für das ständige sammeln neuer Erfahrungen