1) Die künstlerische Flächengestaltung mit Farben.
2) Zum Inhalt der Malerei kann alles aus der sichtbaren Welt, dem Vorstellungs- und Gefühlsbereich gemacht werden.
Brockhaus
Das Lehrgebiet der Malerei beschäftigt sich mit Phänomenen individueller Wahrnehmung, die über Empfindung und Reflektion vom Abbild zum autonomen Bild führen. Zwischen Figuration und Abstraktion untersucht das Studium der Malerei formale Grundelemente von Linie, Form und Farbe, erörtert Fläche, Struktur und Raum als konstituierende Kompositionselemente und erkundet Klang, Rhythmus und Bewegung nach gestischen und konzeptuellen Prinzipien. Neben den klassischen Bild- und Maltechniken diskutiert zeitgenössische Malerei medienbezogene Bildstrukturen als erweiternde Bildsprache.
Malerei eröffnet im fachübergreifenden Zusammenhang grundlegende gestalterische Impulse, deren Einfluss in den Nachbardisziplinen Graphik, Skulptur sowie in raumgreifenden Installationen wirksam werden und zudem in Bereiche der gegenwärtigen Entwicklung von Design, Mode und Architektur führen. Malerei als synästhetischer Impuls für interdiszipliäre Dialoge bildet einen eigenen Wirkunsgbereich in der Geschichte moderner und zeitgenössischer Musik.
Das Bild der Malerei stellt sich als Ereignisraum dar und erscheint als Definition von Wirklichkeit. Das Erkennen sowie die Diskussion spielerisch wie bewußt subjektiver zeitgenössischer Erfahrung bilden im Zusammenhang der Erörterung kunsthistorischer sowie kunsttheoretischer Quellen einen wichtigen Bestandteil der Lehre. Fragen zu Bedeutung und Position der Kunst in der Gesellschaft öffnen die Diskussion für politisch wie historisch reflektierte Zusammenhänge unserer Zeit.