Inhaltlich wird Bezug auf soziale und öffentliche Räume genommen, auf kulturelle, mediale und politische Räume, auf Kommunikations- und Interaktionsräume, auf im engeren Sinne funktionsbestimmte Räume, auf virtuelle Räume, auf Überschneidungen und Interferenzen von imaginären und realen Umwelten.
Konzepte
für solche Räume und deren Nutzungen zu entwickeln und professionell
umzusetzen ist die zentrale Kompetenz der hier auszubildenden
GestalterInnen. Dies beinhaltet sowohl die interdisziplinäre
künstlerische und wissenschaftliche Projektentwicklung als auch die
individuelle gestalterische Auseinandersetzung in Bezug auf
unterschiedlichste Raumphänomene.
Die Umsetzung erfolgt in der Entwicklung prototypischer bzw. singulärer Objekte und Installationen als Intervention in vorgegebenen Raumstrukturen und führt zur Erarbeitung neuer Raum- und Nutzungskonzepte bis hin zu raumordnenden und -strukturierenden Systemen.
Den Studierenden werden
grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten räumlicher Gestaltung vermittelt - vom
Design von Einzelobjekten (Möbel, Versatzstücke, Einbauten etc.) über
künstlerische Interventionen bis hin zu komplexen raumbezogenen Konzepten
(Raumnutzungskonzepte, Rauminszenierungen, virtuelle Raumsysteme...).
Zentrales Anliegen ist, die Studierenden durch projekt-orientiertes Lernen
dabei zu unterstützen, einen eigenständigen Kunst- und Gestaltungsbegriff in
Bezug auf den Umgang mit Raum zu entwickeln.
Neben der Fähigkeit zur Verfassung differenzierter Raumkonzepte ist ein weiteres wichtiges Ziel die Vermittlung von Fähigkeiten im Bereich der Herstellungs-, Füge- und Materialtechnologien. Gestaltungsspezifische Herangehensweisen, kompetenter Umgang mit Material und Produkten, Entwurfsmethodik, Umsetzungs- und Präsentationstechniken sind Gegenstand projektorientierter Studienmodule.
Konzeptentwicklung und -realisierung in projektadäquaten und zeitgemäßen digitalen Medien ist integrierter Bestandteil des Studiums.
Weitere, allgemeine
Lehr-/Lernziele sind unter anderem Ausdrucksfähigkeit in Wort und Schrift, die
Aneignung von Kommunikations- und Vermittlungskompetenz sowie
Umsetzungsstrategien zur Realisierung von Projekten.
Das Studium Interior Design im Bereich Raumstrategien befähigt AbsolventInnen in vielfältigen Berufsfeldern tätig zu werden.
Ziel ist die professionelle Kompetenz, in Beantwortung ständig
wechselnder Anforderungen innerhalb sich entwickelnder und offener
Berufsfelder reflektiert sowohl eigenständig als auch teamfähig handeln
und arbeiten zu können.
Die angeführten Berufs- bzw. Kompetenzfelder für AbsolventInnen sollen
das weite Spektrum der Einsatzmöglichkeiten aufzeigen, wobei als
Tätigkeit jeweils sowohl die konzeptionelle als auch die produzierende,
projektleitende und/oder ausführende Ebene ausgeübt werden kann.
Mögliche Berufs- und Kompetenzfelder:
- Innenarchitektur/Raumgestaltung
- Ausstellungskonzepte und -gestaltung
- Inszenierung/Film/Kulisse
- Messegestaltung
- Eventdesign (Kulturereignisse, Veranstaltungen etc.)
- Interaktive Raumkonzepte
- Künstlerische Installationen
- Konzepte raumimmanenten CI-Designs
- Grenzbereiche zwischen realen und virtuellen Räumen
- Design dynamischer Abläufe (Leitsysteme)