Der Studienaufbau Raumstrategien, ( Master )
Der Master-Studiengang Raumstrategien dauert vier Semester.
Innerhalb der modularisierten Netzstruktur wird nach Pflicht-,
Wahlpflicht- und Wahlveranstaltungen unterschieden. Die Wahlpflicht-
bzw. Wahlveranstaltungen können gemäß den jeweiligen
Studienordnungen aus dem Lehrpool der Hochschule frei gewählt werden.
Ein hoher Anteil an fächerübergreifenden Projekten wird ausdrücklich
gefördert, studienbegleitende Praktika ins Studium integriert.
Studienvoraussetzungen:
Bewerber für den Master-Studiengang Raumstrategien können Absolventen von Bachelor- oder Diplomstudiengängen der Disziplinen Kunst sowie Bühnenbild, Architektur, Innenarchitektur, Interior Design, Visuelle Kommunikation, Design und anderen gestaltungsorientierten Studiengängen sein (siehe Zulassungsverordnung).
Studieninformationen als PDF

Alle Studieninformationen gibt es auf einen Blick in dem Flyer "Master of Arts Raumstrategien/ Spatial Strategies".
(deutsch/ english).
M.A.- Studiengang Raumstrategien / Spatial Strategies
Angesichts der zunehmenden Medialisierung des öffentlichen (und privaten) Raums und der zunehmenden Auflösung klarer Trennlinien zwischen einzelnen Disziplinen wie Interior Design, Architektur, Design, Urbanismus, Kunst und Medien reagiert der M.A.- Studiengang auf die steigende Nachfrage nach qualifizierten Hochschulabsolventen in diesem interdisziplinären Bereich.
(Temporäre) Raumgestaltungen, Inszenierungen sowie Intervention im Raum als kommunikativer Akt stellen hier die Schwerpunkte dar.
Raum gilt heute nicht mehr als physisch-territorialer, sondern als relationaler Begriff. Weniger der territoriale Raum als Newtonscher Container oder Behälter ist wesentlich, sondern Raum als gesellschaftlicher Produktionsprozess der Wahrnehmung, Nutzung und Aneignung. Dabei geht es in einem verstärkten Ausmaß um das Reagieren auf Situationen, um die Intervention in bestehenden Kontext, um Handeln im Raum.
Auf diesen veränderten Umgang mit Raum und die sich daraus ergebende Neudefinition von Berufsbildern reagiert das Master Programm Raumstrategien mit einem bewusst transdisziplinären Curriculum. Die zentrale Gewichtung von Projektarbeit, in der unterschiedliche Schwerpunktbereiche von vorneherein in Entwicklungs- und Forschungsprozesse integriert werden, bildet die Grundlage für die Ausbildung neuer (transversaler) Querschnittskompetenzen. Die Konzentration auf künstlerisch-wissenschaftliche Forschung ist hier entscheidend.
Inhaltliche Ausrichtung
der Master-Studiengang Raumstrategien / Spatial Strategies behandelt die Thematik des Raums in ganzer Breite - seine Produktion, Aneignung und Gestaltung im Sinne eines erweiterten, dynamischen Raumbegriffs. Als entscheidender Ort kultureller Erfahrung (spatial turn) wird Raum als Handlungsraum verstanden, dessen Dimensionen von Rauminszenierungen zwischen Suggestion, Immersion und Manipulation bis hin zu kritisch-künstlerischen Analysen und Interventionen reichen.
Das Curriculum ist schnittstellenorientiert, d. h. Lehrangebote aus den Bereichen Kunst und Design der Muthesius Kunsthochschule und aus ihrem äußeren Netzwerk sind integriert.
Der Master-Studiengang ist als sog. Y-Modell angelegt. Nach dem ersten Basissemester können die Studierenden zwischen zwei Vertiefungsrichtungen wählen und ihr individuelles Kompetenzprofil daran ausrichten:
Spatial Scenography: Intermediale Raumkonzepte
Spatial Intervention (and Research): Künstlerisches Forschen und Intervenieren im (öffentlichen) Raum
Aufbau
der Master-Studiengang Raumstrategien ist modularisiert (42 SWS/120 ECTS).
1. Orientierung: Räumlich-künstlerische Praxis
Im ersten Studiensemester werden für alle Studierenden methodische (bildnerische und technische), theoretische wie entwurfliche Fähigkeiten intensiviert.
2. Vertiefung: Szenographische Theorie und Konzeption
Im zweiten Studiensemester steht das Szenografische Prinzip sowie die Auseinandersetzung mit Theorien des Raums im Zentrum.
3. Spezialisierung: Intermediale Raumkonzepte / Intervention im Raum
Das dritte Studiensemester ist den Schwerpunktbildungen gewidmet. Hier sollen die Studierenden entsprechend ihrer jeweiligen Neigungen und Fähigkeiten individuelle Kompetenzbereiche anlegen und diese in Projekten und Forschungsarbeiten profilieren.
4.Thesis
Das Studium schließt mit der Master-Thesis über ein spezifisches Thema des gewählten Schwerpunkts ab.
Ihre weiteren Fragen beantwortet Prof. Dr. Ludwig Fromm
E fromm@muthesius.de
T. 0431-5198-469
Schwerpunkt Spatial Scenography / Intermediale Raumkonzepte
Inhaltlich ist der Schwerpunkt auf szenisches Gestalten und
Inszenierung von Räumen unter Einbeziehung neuer Medien ausgerichtet.
Ziel ist eine themenorientierte Gestaltung von Kommunikations- und
Interaktionsräumen.
Konzepte für solche Räume und deren Nutzungen als „Orte des emotionalen
Lernens“ zu entwickeln und professionell umzusetzen ist die zentrale
Kompetenz der hier auszubildenden Gestalterinnen. Dies beinhaltet
sowohl die interdisziplinäre künstlerische und wissenschaftliche
Projektentwicklung als auch die individuelle gestalterische
Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Raumphänomenen als eine Form
der Intervention in vorgefundenen Raumstrukturen, die neue Raum- und
Nutzungskonzepte generiert.
Mit dem Einsatz „reaktiver Medien“ werden Überschneidungen und
Interferenzen von imaginären und realen Umwelten erlaubt und provoziert.
Schwerpunkt Spatial Intervention (and Research) / Künstlerisches Forschen und Intervenieren im Raum
Dieser Schwerpunkt ist ausgerichtet auf Raumforschung, räumliche
Interventionen und Projekte in öffentlichen Räumen. Städtische
Außenräume oder Innenräume öffentlichen Charakters stehen im
Mittelpunkt von Strategien der räumlichen Analyse und Intervention,
wobei Raum als gesellschaftlicher Produktionsprozess der Wahrnehmung,
Nutzung und Aneignung verstanden wird. Die Wechselwirkung zwischen
forschend-analytischen und künstlerisch-intervenierenden Strategien
steht im Mittelpunkt der Auseinandersetzung mit konkreten räumlichen
Situationen und sozialen Kontexten. Diskursanalytische Fähigkeiten
werden mit entwerferischen Kompetenzen, mediale Strategien mit
räumlichen Szenografien verknüpft. Angesiedelt zwischen Urban Design,
Kunst im öffentlichen Raum und situativem Urbanismus, wird in diesem
Master-Schwerpunkt eine transdisziplinäre Professionalität angestrebt,
die neben der gestalterischen Eigenständigkeit auch eine urbane
Kuratorenkompetenz beinhaltet.