AKTUELL / AUFLESEN, WAS LIEGEN BLEIBT – ZU AGNèS VARDAS FILM „DIE SAMMLER UND DIE SAMMLERIN“

Auflesen, was liegen bleibt – Zu Agnès Vardas Film „Die Sammler und die Sammlerin“

Die französische Filmregisseurin Agnès Varda gehört zu den GründerInnen der „Nouvelle Vague“ in Frankreich. Ihre Themen und ihre Kameraführung zeichnen sich durch eine radikal subjektive Suchbewegung aus, die sie Gesichtern, Orten und Dingen folgen lässt. In ihrem Film „Die Sammler und die Sammlerin“ (2000) geht sie den Spuren einer alten Tradition in Frankreich nach, der sog. Nachlese, dem Aufsammeln von übrig gebliebenen Früchten des Feldes nach der Ernte. Diese Reise führt sie auch zu Orten anderer liegen gelassener oder weggeworfener Dinge, zu „Fundstücken“. Der Vortrag behandelt die Verbindung von Filmsprache, Autobiographischem und den Fundstücken in diesem Film.

Prof. Dr. Theresa Georgen, Professorin für Visual Studies und Kunstgeschichte an der Muthesius Kunsthochschule, Kiel.