Kreative Lösungen für einen Film, ein Werk oder ein Produkt zu finden,
obliegt zukünftig den Nerds, den Bloggern, den Gamern, den
Wikipedianern, den Linuxern, den Youtublern und den Aktivisten
vielfältiger Open Innovation-Projekte. In diesem Crowdsourcing finden
sich kreative Ideen eines Volkes in medialen Kristallisationspunkten
ein und stellen sich dem Ranking der Betrachter. Die kommende
Computergesellschaft sucht nicht Vorfindbares, sondern sie loggt
Individuen als ihr Vorfindbares in vernetzte Medien ein. So finden
vernetzte Computer unbefragt jedes Individuum und versorgen es mit
medialen Sinnangeboten. Zukünftig sucht niemand mehr in den Medien nach
Fundstücken, sondern ihn finden die Fundstücke selbsttätig. Nicht die
individuelle Sinnsuche, sondern die Zurückweisung des Sinnangebots
bestimmt den individuellen Medienkonsum.
Dr. Andreas Schelske, Soziologe, Autor und Berater mit eigenem
Unternehmen 4communication: www.soziologischeberatung.de. Forschungs-
und Arbeitsschwerpunkte in den Bereichen gesellschaftlicher Wandel,
Veränderungen der Wissens- und Informationsgesellschaft,
Internetsoziologie, Semiotik und Bildwissenschaften.