Workshopwoche im Wintersemester 2009/10
Zur dritten Workshopwoche im Rahmen des Bogenthemas gehen, blühen, fließen waren Volker Andresen, Julia Kröpelin, Reynold Reynolds, Miron Schmückle und Marcus Weimer eingeladen.
Volker Andresen "Rabattenattrappen"
*Projektideen und Umsetzungsplanung für temporäre künstlerische Interventionen im städtischen, peripheren und ländlichen Raum (institutionalisiert/öffentlich)
*Spaziergangswissenschaft/Botanische Exkursionen
*Temporäre akustische und werbetechnische Eingriffe (institutionalisiert/
privat/öffentlich)
Volker Andresen
ist 1964 in Kiel geboren, lebt in Berlin. Er studierte nach einer Ausbildung zum Landschaftsgärtner an der Uni Kassel und der Kunstakademie in Kopenhagen. Viele seiner multimedialen Arbeiten beschäftigen sich mit dem Thema Garten. Seine Arbeiten sind in zahlreichen Ausstellungen vertreten, aber auch Teil landschaftsplanerischer Gestaltung.
Julia Kröpelin "catch the thief" - Figuration
Im Spannungsfeld zwischen Vorstellung - innerem Bild und deren Visualisierung. Der Kraft vorgestellter Bewegung folgend, treiben wir die Bilder der Vorstellumg in die Stille des vorgefundenen Raumes hinein. Wir versuchen unsere Vorstellung von Bewegung im Plastischen zu gefrieren.
In diesem Sinne wenden wir uns dem Material Papier zu und erweitern seine Möglichkeiten in jeweilige mediale Richtungen. Ausgehend von großformatigen Papierbahnen konstruieren - spannen wir das Bild in den Raum. Das Bild unserer Vorstellung ringt um Gleichgewicht mit dem Prozess seiner Bildwerdung. Sich über die Mittel seiner Visualisierung hinwegsetzend darf es sich in immer neuen medialen Ausdrucksformen offenbaren. Zum Beispiel verlassen wir das Papier und führen ein Bild auf der angrenzenden Wand weiter, indem wir sie als Zeichengrund nutzen. So bewegen wir uns zwischen den Dimensionen, lassen die bildnerische Arbeit von einem Medium in ein anderes schwappen. Plastische Form verwandelt sich in Zeichnung, Projektion in direkte Bewegung. Es entstehen autonome plastische Gewebe, eine Vorstellung, ein Gedanke, ein Gespräch.
Julia Kröpelin
ist 1967 in Göttingen geboren. Sie studierte an der HBK Braunschweig und an der Kunstakademie Düsseldorf. Seit 1994 lebt sie in Düsseldorf. An den Universitäten Duisburg-Essen und Siegen lehrt sie Zeichnung.
Als Künstlerin arbeitet sie installativ. Unter anderem übersetzt sie Bewegung ins Räumlich-Plastische.
Reynold Reynolds "film making for the art space"
Photography is the basis of film making. Film making is essentially a sequence of photographs. Reynold Reynolds will show examples of his and other people‘s works that begin with this fundamental aspect of the medium of film and video. It is about using the medium of film or video as an art medium similar to the way a painter uses paint or a sculptor uses stone. This implies that conceptual and aesthetic criteria are more important than narrative or informational criteria.
Reynold Reynolds
Born 1966 in Alaska, U.S.A., Reynolds currently lives in Berlin, Germany. Influenced early on by philosophy and working primarily with 16 mm and Super 8 mm film he developed a film grammar based on transformation, consumption and decay. His works have been shown in many international film festivals and won numerous awards.
www.reynold-reynolds.com
Miron Schmückle "Nulla dies sine linea" - die Zeichenkunst
(Technik und ein wenig Geschichte)
+ historischer Verlauf
Elemente der Zeichenkunst (der Punkt, der Fleck, die Linie)
+ die Mittel (Stifte, Federn, Pinsel u. Papier)
+ Von der Skizze zur autonomen Zeichnung
+ Übungen: Zeichnen aus dem Gedächtnis, nach der Natur, nach historischen Vorlagen
Miron Schmückle
ist 1966 in Sibiu / Rumänien geboren. Er studierte Malerei an der Muthesius – Hochschule Kiel, sowie an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Im Jahre 1997 erhielt er den Gottfried Brockmann Preis der Stadt Kiel. Seine in Zyklen angelegten Arbeiten, seien es Zeichnungen, Malereien oder Photographien haben ihren Ausgangspunkt in der Darstellungstradition botanischer Motive.
www.miron-schmueckle.de
Marcus Weimer "Interessanter Humor"
Lernen und begreifen was interessanter Humor sein könnte.
Zeichnen von Witzen.
Installation, Reparatur, Wartung von Humor.
Drink and draw.
Werbung für das neue Rattelschneckbuch
„Helden und Geschichten“ (dann hoffentlich schon raus)
Marcus Weimer
1963 in München geboren, lebt heute in Berlin. Er ist die eine Hälfte von
Rattelschneck, außerdem inhaltlicher Mitarbeiter der Sendung „Dittsche“.
www.rattelschneck.de