Workshopwoche vom 5.-9. Dezember 2011
zur Workshopwoche im Wintersemester 2011/12 vom 5. – 9. Dezember 2011 waren Claudia Bosse, Ingo Gerken, Annemette Lichtenberg und Christian Zöllner eingeladen.
Leistungsbögen (TN Workshopwoche/ Symposion) können während der
Sprechzeiten (siehe unten) oder zu einem Termin nach Vereinbarung, im
Forum unterschrieben werden.
Im Sommersemester 2012 findet die Workshopwoche vom 7. – 11. Mai 2012 statt.
keine unschuldigen räume
relationale versuche. mapping, narration und aneignung
(indoor und im stadtraum kiel)
jeder ist ort hat eine materielle struktur, jeder ort erzeugt eine erwartung, beinhaltet
eingeschriebene verträge seines gebrauchs und zeigt spuren seiner geschichte.
jeder ort steht in einer beziehung zu anderen orten. jedes element an
dem ort hat eine beziehung zu anderen elementen und die versammlung der elemente
machen ihn zu genau diesem ort. es gibt keine unschuldigen räume. über
fast jeden ort weiß ich bereits etwas, bevor ich mich an ihm befinde. es gibt ein
bild, das ich gesehen, eine narration über diesen ort, ein bild in meinem bewusstsein,
bevor ich den ort betrete. raum. jeder raum ist immer schon voll – voller
informationen, materiell oder immateriell. die arbeit mit einem raum, an einem
raum, ist die arbeit von abtragungen, subtraktionen, die arbeit von konzentrationen
der betrachtung und/ oder wahrnnehmung.
Claudia Bosse
(D/A) Regiediplom an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin.
Sie arbeitet an Raumchoreografien, Installationen, hybriden Theaterarbeiten in
Gesamträumen, chorischen Sprachchoreografien, Theaterentwürfen in und mit
anderen Öffentlichkeiten, sowie Diskurse oder SalonFormate zu Theorien der
Praxis, in Berlin, Genf, Wien, Prag, Hamburg, Düsseldorf, Podgorica, Watermill/
NY etc. Die Arbeiten entstehen in unterschiedlichen Architekturen, ganzen Häusern,
im öffentlichen Raum, aber auch in Theatern und Museen. 1996 gründet sie
gemeinsam mit 3 KünstlerInnen theatercombinat in Berlin für eine grundlegende
Recherche über Theater, Räume, Texte und Produktionsverhältnisse. 1999 wechselt
theatercombinat in neuer Formation nach Wien. Künstlerische Leitung von
theatercombinat. Dokumentation der Arbeiten mit theatercombinat.
www.theatercombinat.com
Vorträge, Lehraufträge und Teilnahme oder Herausgabe von Publikationen. Seit
2010 entwickelt sie gemeinsam mit Soundartist Günther Auer und anderen KünsterInnen
politische Theaterhybride, als Raumkompositionen aus Choreografien
und Sprach- Text- und Sound Readymades.
Der Flashmop und seine Freunde (und die Freunde seiner Feunde)
Ausgehend von dem, was es schon gibt, wird der Versuch gestartet etwas zu
tun, was es so noch nicht gab, oder von dem zumindest niemand weiß, dass
es das so schon gab. Es wird versucht es so zu tun, dass möglichst viele
dasselbe tun. Plötzlich. Zur gleichen Zeit. Am gleichen Ort. Mit der selben Intention:
nämlich es einfach zu tun. Und es spielt keine Rolle, ob es eine Rolle
spielt oder nicht. Hauptsache es gibt einen Kontext, eine Strategie und eine
Umsetzung. Es wird passieren, soviel steht fest. Aber vielleicht wird es keiner
merken. Oder es steht am nächsten Tag in der Zeitung. Oder im Netz.
Ingo Gerken,
geboren 1971 in Lippetal. Er studierte Freie Kunst an der Muthesius Kunsthochschule
Kiel und Environmental Art an der Glasgow School of Art, Schottland.
2005 – 2010 hatte er die Künstlerische Leitung WESTGERMANY/Büro
für postpostmoderne Kommunikation, Berlin inne. Neben zahlreichen Einzelausstellungen
im In- und Ausland Beteiligungen an internationalen Ausstellungen
u. a. National Center of Contemporary Art, Moskau; Arts on Main,
Johannesburg; Tent, center for Visual Arts, Rotterdam. Er erhielt zahlreiche
Stipendiem, u. a. 2006 das Arbeitsstipendium Stiftung Kunstfonds, Bonn.
Everything can be changed into something else...
A workshop where you transfer your personal image/artwork into new possibilities.
Most changes leads to new STORIES...
This workshop seeks to integrate important skills of drawing/painting into a
creativ process that gives form to the imagination. A creative process of mixing,
playing, investigating... To forget about good, make mistakes, capture
accidents.
Challenge f.ex, irregular formats, building objects out of drawings, changing
from one media into another...
Classical skills as composition, contrasts, figure and space, line, color, will be
integrated in the wild jungle of playing with possibilities.
To start: Daily small assignments/guided tours, that leads to more independent
work.
Annemette Lichtenberg
Annemette Lichtenberg is educated at the Danish Designschool, Copenhagen and "School of the Museum of Fine Arts", Boston, USA.
Exibitions in DK, Sweden, Germany and USA, right now soloshow at Galerie Pi, Copenhagen.
Teaching Illustration at The Designschool of The Royal Acedemy of Fine Arts.
Visiting professor at Pentiment, HAW.
www.galeriepi.dk
www.alichtenberg.com
Form inspires Function
Im Workshop „Form inspires Function“ werden Alltagsgegenstände mittels
3D scan Technologie digitalisiert, am Computer nachbearbeitet und abschließend
durch Rapid-Prototypingverfahren wieder in die Welt geholt. Ziel ist
es intuitiveren Zugang zu CAD-Techniken zu erlangen und den Fokus vom
Konstruieren hin zum freien Modellieren von und mit Welt zu verlagern.
Während der Woche wird ein großflächiges Mapping zur Verknüpfung von
Form und Funktion erstellt.
Christian Zöllner,
studierte bis 2007 in Dresden Produktgestaltung. Er lehrt seit 2008 Experimentelles
Entwerfen an der Universität der Künste am Projektbereich
Prof. Axel Kufus und ist Gründungsmitglied des Medienkunstkorrektivs
VR/urban. Zöllner forscht und publiziert im Bereich Tangible Interfaces
und Neo-Situationismus.