Das Lehrgebiet Digitale und interaktive Medien setzt sich mit den konzeptionellen, kommunikationspezifischen und technischen Gestaltungsfragen der neuen Medien auseinander. Dabei wird in Seminaren und Projekten auf die Ästhetik und Semiotik digitaler Medien eingegangen und deren Animations- und Interaktionsprinzipien analysiert. Es sollen verschiedene mediale Inszenierungsformen erprobt werden, von Informationsdesign und Internet-Anwendungen über Animationen und Motion Graphics bis hin zu medientechnologischen Installationen.
Denn neue Interaktionskonzepte beschränken sich nicht mehr alleine auf das Bedienen der Schnittstellen zu Computern, sie werden zunehmend von einer Neuentdeckung menschlichen Wahrnehmens, Denkens und Handelns geprägt. Neue Vernetzungsstrategien führen im Internet zu einer Umkehrung klassischer Kommunikationsprinzipien, aus ehemaligen Empfängern werden selbst Sender. Welchen weiteren Einfluss wird diese neue Form des Publizierens auf unser Kommunikationsverhalten haben?
Das Lehrgebiet möchte diese genannten Tendenzen untersuchen und den Studierenden für ihre eigenen künstlerischen und kommunikativen Ziele zugänglich machen. Medienkompetenz ist dabei das Schlüsselwort, doch nur die medientheoretische Durchdringung und die praktische Erprobung wird zu einer echten, anwendbaren Medienkompetenz führen. So strukturiert sich das Lehrgebiet in verschiedene Seminare, die zunächst einen Einstieg bilden und von Werkzeug- und Workshopseminaren begleitet werden.
Bei einer späteren Schwerpunktbildung soll sich vertiefend mit den Prinzipien und Möglichkeiten digitaler Medien auseinandergesetzt und vor allem in interdisziplinären Teams gearbeitet werden. Denn nichts prägt die Entwicklung der digitalen Medien mehr als ihre intermediale Verknüpfung. Gerade an den Grenzen der Disziplinen und bei deren Überschreitung entstehen neue Möglichkeiten, die es experimentell zu erforschen gilt.