MEDIEN UND THEORIE / INSTITUT FüR KUNST-, DESIGN- UND MEDIENWISSENSCHAFTEN / ÄSTHETIK
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Ästhetik

Die theoretische Ausbildung an einer Kunsthochschule stellt eine Herausforderung an die wissenschaftliche Theorie und Praxis dar, denn sie ist nichts anderes als deren Erprobung hinsichtlich der möglichen Relevanz für die Praxis. Wissenschaftliche Grundlagen der Gestaltung sind also kein Selbstzweck zur Nobilitierung von Kunst und Design, sondern stellen eine Art Brücke zwischen reflexionsloser Produktgestaltung, besinnungsloser Genieästhetik und wissenschaftlichem Elfenbeinturm dar. Es gilt, eine spezifische Form wissenschaftlichen Arbeitens als pragmatische Theorie für Kunst und Design immer wieder neu zu entwickeln. Diese wird sich wohl eher am Maßstab eines komplexen Problembewusstseins orientieren, als an der normativen Vorstellung eines verbindlichen Kanons wissenschaftlicher Inhalte der Gestaltung. Genau dies wurde in der Geschichte des Designs oft genug versucht und ist immer gescheitert. Das Fach »Ästhetik« an der Muthesius Kunsthochschule
soll zunächst die einzelnen Theoriebereiche des Kunst und Designstudiums, also Kunst- und Designgeschichte, Kommunikations- und
Medientheorie, ergänzt um allgemeine Ästhetik und Kunstsoziologie, kritisch zusammenfassen. Neben einführenden Veranstaltungen und Grundlagenseminaren wird versucht, aktuelle Fragestellungen aus der Gestaltungspraxis zu berücksichtigen. Ziel ist die Reflexions und
Begründungsfähigkeit gleichermaßen eigener Projekte der Studierendenschaft, wie die kompetente Einschätzung der eigenen gestalterischen Arbeit. Die Lehre zielt auf den kompetenten Umgang mit Ergebnissen unterschiedlicher Bezugswissenschaften, ohne dass
die sinnvolle Differenz zwischen gestalterisch-kreativem Denken und wissenschaftlichen Zugriffsweisen unterschlagen wird. In der
Hochschule soll das Angebot um ein regelmäßiges Seminar für alle Studiengänge zur Medientheorie ergänzt werden. Dabei werden Themen zwischen Medienphilosophie, Foto- und Filmgeschichte bis
hin zur Ästhetik der neuen digitalen Medien angeboten.
Links zum Thema:
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Allgemeine Ankündigungen Ästhetik – Wissenschaftliche Grundlagen des Gestaltens SoSe 2008

Mo 15 : 30 – 17 : 00 Uhr (fakultativ, nach Vereinbarung)
Di 9 : 00 – 12 : 00 Uhr
Mi 9 : 00 – 12 : 00 Uhr (DiplomandInnenkolloquium)
Mi 13 : 00 – 17 : 00 Uhr (fakultativ, nach Vereinbarung)
Bitte in der Regel Sprechstunde mündlich oder per E-Mail-Anfrage terminieren.
Prof. Dr. Norbert M. Schmitzt

STUDIENHINWEISE FÜR DAS B. A. STUDIUM
Pflicht ist die Grundlagenvorlesung im 3. Semester für alle, für Studierende des ID, KoDe und Raumstrategien zusätzlich im 4. Semester. Im 5. Semester müssen Ästhetik (alternativ kann auch ein Angebot in Kunst-, Kultur- und Medienwissenschaften bzw. Kunstgeschichte belegt werden), ein Seminar Theorie-Vertiefung mit mündlichen Referat und benoteter Hausarbeit belegt werden. Zudem können sämtliche Veranstaltungen auch als Wahlpflichtfächer
belegt werden.

STUDIENHINWEISE FÜR DAS M. A. STUDIUM
Im Master-Studium müssen mindestens zwei Veranstaltungen bei den hauptamtlichen Lehrenden im Zentrum für Theorie belegt werden. (Prof. in Georgen/ Prof. in Meyer, Prof. Fromm/ Prof. Schmitz). Darüber hinaus können weitere Veranstaltungen als Credits angerechnet werden. Die Theorieseminare können als Wahlpflicht mit Teilnahme (1 Credit) oder mit Referat und schriftlicher Hausarbeit (2 Credits) belegt werden.

STUDIENHINWEISE FÜR DAS DIPLOMSTUDIUM
Diplomstudenten und -innen, denen noch Leistungsnachweise im Bereich Theorie fehlen, melden sich bitte zu Anfang des Semesters bei Prof. Schmitz (NMSchmitz@t-online.de).
Die Seminare zu den wissenschaftlichen Grundlagen der Gestaltung sind für Designer und Designerinnen im Hauptstudium Pflicht. In ihnen werden die wichtigsten Positionen der Ästhetik einführend vorgestellt (siehe Seminar zur Mode). Im Tutorium besteht für die einzelnen Referatsgruppen die Möglichkeit, Inhalt und Form wissenschaftlicher Arbeiten zu besprechen. Darüber hinaus sind alle Studierenden eingeladen, sich bei einem Termin (nach Vereinbarung)
bei Ihren Diplomarbeiten und sonstigen Projekten beraten zu lassen (siehe DiplomandInnenkolloquium).
Ein benoteter Leistungshinweis ist normalerweise durch ein mündlich zu haltendes Referat im Grundstudium und zusätzlich eine 10 bis 15-seitige schriftliche Ausarbeitung im Hauptstudium zu erhalten. Alle Referate müssen mit korrekten Anmerkungen und Literaturliste abgegeben werden. Von jedem Referat ist eine zweite Fassung (auch als CD) abzugeben, bei der allerdings der Bildteil in der Regel wegfallen kann. Referate, die bis eine Woche
vor Ende der Vorlesungszeit abgegeben werden, werden bis zur
nächsten Woche korrigiert (ansonsten nach mündlicher Absprache.
Eine Abgabefrist besteht nicht). Ich bitte, die Referate nicht als Einschreiben
zu schicken. Dia- und Videoaufträge sollten, wenn irgend möglich, zwei Wochen vor dem Referatstermin eingereicht werden.
Die Kosten der Filme und Rahmen werden gegen Quittung erstattet.
Schriftliche Einsendungen der Arbeiten bitte ausschließlich an die Adresse der Muthesius Kunsthochschule.